Uruguay Reisen – Eine Perle im Schatten der Großen

Uruguay ist eines der kleinsten Länder Südamerikas. Dank seiner unmittelbaren Nähe zu Buenos Aires, kann ein Besuch gut mit einer Argentinien Reise verbunden werden.

Nach einer rund einstündigen Schifffahrt von Buenos Aires über den Río de la Plata erreichen Sie die koloniale Perle Colonia del Sacramento. Die Hauptstadt Montevideo ist von hier aus mit dem Bus erreichbar. Unscheinbar liegt sie am Ufer des Río de la Plata und gefällt gerade deswegen, weil sie nicht so groß und hektisch ist, wie die argentinische Hauptstadt. Bei einem Spaziergang entlang der langen Hafenpromenade Ramblas oder einem Besuch des traditionellen Markts am Hafen kann man der uruguayischen Mentalität am besten nachspüren. Einen der bekanntesten Badeorte Südamerikas, Punta del Este, sollten Sie natürlich auch nicht auslassen.

Die Reisepakete Montevideo und Colonia del Sacramento bestehen jeweils aus 1 bis 2 Übernachtungen mit einer Verpflegungsleistung und Unternehmungen am jeweiligen Ort. Selbstverständlich können Sie diese Pakete mit weiteren Argentinienpaketen und so zu einer großen Südamerikarundreise kombinieren.

Reisepakete für individuelle Reisen in Uruguay

Individuelle Reise
3 Tage/ 2 Nächte Montevideo

Stadtrundfahrt kultureller Highlights

  • Perle am Río de la Plata
  • reizende Cafés
  • tolle Strandpromenade
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Individuelle Reise
2 Tage/ 1 Nacht Colonia del Sacramento

Die älteste Stadt Uruguays entdecken

  • UNESCO-Weltkulturerbe
  • Architektur vergangener Kolonialzeit
  • am Río de la Plata entspannen
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Mit 176.215 km² ist Uruguay das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika. Die Hauptstadt Montevideo ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum des Landes und gehört zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität und Sicherheit in Südamerika. In Uruguay leben ca. 3,44 Mio. Menschen mit vorrangig europäischer Abstammung. Das Land hat eine präsidiale Demokratie mit direkt gewähltem Präsidenten.

Die Amtssprache in Uruguay ist Spanisch, jedoch wird das Land gerade im Norden von portugiesischen Einflüssen geprägt. So hat sich im Grenzgebiet das "Portuñol" als Mixprache entwickelt. Die Umgangssprache der Uruguayer wird als Río-de-la-Plata-Spanisch bezeichnet, was ebenfalls in Argentinien gesprochen wird.

Im Sommer ist der Zeitunterschied zu Deutschland -5 Stunden, im Winter -4 Stunden.

Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Uruguay einen gültigen Reisepass (vorläufiger Reisepass ist auch in Ordnung). Der Personalausweis reicht für die Einreise nicht. Mitreisende Kinder benötigen ebenfalls einen gültigen Kinderreisepass. Bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen benötigen deutsche Reisende kein Visum. Grundsätzlich kann vor Ablauf der 90 Tage eine einmalige Verlängerung des Aufenthalts beantragt werden.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Einführung einer elektronischen Einreisekontrolle am Flughafen nicht mehr alle Reisende einen Einreisestempel in ihren Pass erhalten. Probleme bei der anschließenden Ausreise sind deswegen nicht zu erwarten. Wer jedoch auf den Einreisestempel beharren, sollte sich anstatt am automatischen Einreise-Gate besser an den mit Beamten der uruguayischen Migrationsbehörde besetzen Schaltern anstellen.

Jegliche Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei nach Uruguay eingeführt werden. Nicht eingeführt werden dürfen tierische und pflanzliche Produkte. Bitte prüfen Sie vor Ihrer Abreise die genauen Einfuhr-Zollinformationen direkt bei der Botschaft von Uruguay.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Bei der Wiedereinreise nach Deutschland gelten die allgemeinen gültigen deutschen Einreisebestimmungen. Mehr Informationen hierfür finden Sie auf www.zoll.de.

Die nationale Währung ist der Uruguayische Peso. Ein Peso wird in 100 Centésimos unterteilt. In allen größeren Städten können Sie mit internationalen Kreditkarten zahlen sowie an vielen Geldautomaten Bargeld abheben. Beachten Sie trotzdem, dass in manchen Orten Geldautomaten teilweise nur bedingt funktionieren. US-Dollar und Euro können Sie ohne Probleme in den Wechselstuben vor Ort gegen Uruguayische Peso tauschen.

Die uruguayische Landschaft ist vergleichbar mit der argentinischen Pampa und bietet fruchtbare Böden zur Bewirtschaftung als Acker- und Weideland. Der Süden des Landes ist flach, fällt aber zu den Küsten hin stark ab. Der Norden des Landes ist durch eine Hügellandschaft geprägt, die die 500 m Grenze jedoch kaum überschreitet.

Uruguay zeichnet sich durch seine schönen Kolonialstädte wie Colonia del Sacramento, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, aus. Die Straßen aus Kopfsteinpflaster, auf denen unzählige Oldtimern unterwegs sind, entführen Reisende in eine entfernte Welt. Außerdem besitzt Uruguay noch eine ursprüngliche Küstenlandschaft, an deren unentdeckten Stränden man entspannen kann. In den weiten Ebenen der Pampa können Reisende die Ruhe in einer Estancia (Bauernhof) genießen und auf noch echte Gauchos (südamerikanische Cowboys) treffen.
Uruguay hat zudem eine interessante Flora und Fauna zu bieten. Man entdeckt Jacarandabäume, Zedern, Zypressen und Eukalyptus und trifft auf Wildkatzen, Ameisenbären, Gürteltiere sowie auf die verschiedensten Vogelarten (Sittiche, Kolibris).

Aufgrund des milden Klimas kann Uruguay das ganze Jahr über bereist werden. Die beste Reisezeit ist jedoch in den Sommermonaten von Dezember bis April, da die Temperaturen höher sind als in den Wintermonaten. Die Niederschläge sind das ganze Jahr über gleichmäßig verteilt, wobei die Wintermonate für gewöhnlich etwas trockener sind. Durch die geringen Höhenunterschiede ist das Klima landesweit kaum unterschiedlich. Grundsätzlich gilt jedoch, dass es in den Küstenbereichen etwas kühler ist als im Landesinneren.

Das kulturelle Leben in Uruguay ist besonders durch europäische Einflüsse geprägt. Nicht nur die Argentinier haben den Tango erfunden, denn der wohl sinnlichste Tanz Lateinamerikas hat seinen Ursprung bei den afrikanischen Sklaven, die sowohl in Buenos Aires als auch in Montevideo lebten. Auch die "Hymne" des Tangos "La Cumparsita" stammt von dem Uruguayer Gerardo Matos Rodríguez und eine der berühmtesten Tango-Persönlichkeiten, Carlos Cardel, wurde ebenfalls in Uruguay geboren. Der uruguayische Karneval, der mit 40 Tagen zu den längsten der Welt gehört, ist eines der kulturellen Highlights des Landes.

Die uruguayische und die argentinische Küche sind sich sehr ähnlich. Man findet an jeder Ecke Parrilladas (Grillrestaurants), in denen verschiedene Steakvariationen oder Chorizos (pikante Grillwurst) und Morcillas (gegrillte Blutwurst) angeboten werden. Ein weiteres typisches Gericht ist das "Chivito", eine Art Sandwich mit Speck, Ei, Peperoni und Rindfleisch. Außerdem findet man durch die starken europäischen Einflüsse Pizza und Pasta wirklich häufig auf den Speisekarten. Entlang der atlantischen Küste sind sowohl Fisch, wie auch Meeresfrüchte beliebt.

Der Mate-Tee darf bei den Einheimischen in Uruguay nicht fehlen. Die Matera (Trinkgefäß, in dem sich der Mate Tee befindet) wird immer wieder mit heißem Wasser aufgefüllt und der Tee wird mithilfe der Bombilla (Saugrohr) getrunken. Diese Vorgehensweise ist bereits zu einem täglichen Ritual eines jeden Uruguayers geworden. An alkoholischen Getränken gibt es Cleric, einen Mix aus Weißwein und Fruchtsaft, oder die klassische Cerveza (Bier).