Mykene

Zentrum einer antiken Zivilisation

Mykene war vor Christus eins der Zentren und Mitbegründer der Kultur des alten Griechenlands, so wie wir es uns vorstellen. Die Ausgrabungsstätte finden Sie nicht weit vom Kanal von Korinth auf der Ebene Argolis. Wie so viele andere bedeutende historische Orte in Griechenland, ist Mykene heute als Ruinenstadt für Besucher zugänglich und versetzt Sie in eine Welt zwischen Mythen, Legenden und Realität.

Zwischen Wirklichkeit und Fiktion

Vor allem diese Mythen und Legenden machen Mykene heute zu einem ganz besonderen Ort und sind mit der Geschichte der ehemaligen Metropole fest verknüpft. Schon um die Entstehungsgeschichte ranken sich verschiedene Legenden, auch wenn man heute nicht so ganz weiß, ob überhaupt welche davon stimmen. Zum einen wird gesagt, dass der Name Mykene von einer Nymphe stammt und von der Stadt übernommen wurde. Zum anderen wird auch oft erzählt, dass Perseus auf einer seiner Reisen hier rastete und Wasser mithilfe eines Pilzes schöpfte. Daher soll sich der Name der Stadt von dem griechischen Wort für Pilz ableiten.

Unabhängig davon, wie die Stadt ihren Namen erhielt, entwickelte sie sich bis 1200 vor Christus zu einem der wichtigsten Zentren des Landes und ist einer der drei Orte, die als Wiege der altgriechischen Antike angesehen werden. Viele berühmte Figuren der Geschichten und Legenden, wie Agamemnon, Menelaos und Perseus, kamen aus Mykene. Einige dieser Namen kommen Ihnen bestimmt bekannt vor. Agamemnon beschloss hier in seinem Palast gegen Troja in den Krieg zu ziehen, was bekanntlich den Untergang Trojas nach sich zog. Aber trotzdem kam nach circa 2 Jahrhunderten, in denen sowohl die Stadt, wie auch die mykenische Kultur wuchsen und aufblühten, der Untergang Mykenes. Viele Gründe waren dafür verantwortlich. Unter anderem hatte die Stadt mit einigen Naturkatastrophen zu kämpfen, die mykenischen Städte befanden sich untereinander im Krieg und der Druck von außerhalb wurde immer größer.

Spuren der Vergangenheit

Bei dieser Vergangenheit, ist es wirklich nicht überraschend, dass Mykene heute eine der meistbesuchten Attraktionen in Griechenland ist. Auch wenn hier nur noch Ruinen zu finden sind, kann man die prächtige Vergangenheit der Stadt erahnen.

Der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann war verantwortlich für einen großen Teil der Ausgrabungen, die hier stattfanden. Es gelang ihm anhand des antiken Buches "Ilias" den richtigen Standort der sagenumwobenen Stadt Mykene zu entdecken. Dank seiner Arbeit kann man hier heute die Reste des Palastes, der Zyklopenmauer, des Löwentors, verschiedener Kuppel und Schachtgräber und der Gräber von Agamemnon und seiner Frau bewundern.

Der Legende nach erhielt die Zyklopenmauer ihren Namen, da Perseus einen Zyklopen veranlasste, die Mauer zu errichten. Auch wenn viele Leute nicht an die Existenz dieser Fabelwesen glauben, ist bis heute nicht ganz klar, wie es den Menschen damals gelungen ist, das Löwentor zu errichten. Von dem eigentlichen Palast ist heute leider kaum noch etwas erhalten, allerdings markiert das Tor den früheren Haupteingang. Es wurde ebenfalls ein Ort gefunden, der zunächst für das Grab des Agamemnon gehalten wurde. Da dieses beeindruckende Kuppelgrab allerdings schon in der Antike geplündert wurde, kann man dies heute nicht mit Gewissheit sagen. Außerdem fand man "die goldene Maske des Agamemnon", welche wahrscheinlich aber schon zwischen 1550 und 1500 vor Christus hergestellt wurde, und somit knapp 300 Jahre älter ist als der König selbst.

Die Ausgrabungsstätte können Sie heute in Kombination mit dem Archäologischen Museum besuchen. Der Eintritt beträgt 12 €. Da vor Ort kaum Erklärungen oder Beschriftungen angebracht sind, ist es sinnvoll das Museum zuerst zu besuchen. So können Sie mehr über die Orte lernen, die Sie auf Ihrer Tour durch das Gelände entdecken. Mykene ist täglich geöffnet, allerdings variieren die Öffnungszeiten je nach Monat leicht. Sie können außerdem ganz bequem mit dem Auto direkt bis zum Parkplatz an der Ausgrabungsstätte fahren.

Die lebenswerteste Stadt Griechenlands & eins der größten antiken Amphitheaters

Nicht weit entfernt von Mykene liegt die kleine verträumte Hafenstadt Nafplio, die auf Ihrer Peloponnes-Reiseroute auf keinen Fall fehlen darf. Die 14.500 Einwohner große Stadt glänzt vor allem durch ihre zauberhafte Innenstadt mit kleinen charmanten Gassen und dem Syntagma Platz, dessen Boden aus Marmorplatten besteht. Unter die kulturellen Highlights Nafplios zählen mehrere Burgen. Die Palamidi-Festung können Sie direkt von der Innenstadt aus über mehrere hundert Stufen erreichen. Die kleine Stadt eignet sich außerdem perfekt zum Shoppen, wenn Sie sich für Lederwaren oder Kleidung aus einer der hübschen kleinen Boutiquen interessieren. Abends kann man dann in einem der zahlreichen typischen Restaurants die griechische Küche genießen.

Weitere 30 km östlich finden Sie das Amphitheater von Epidauros. Dieses ist bekannt als eins der Besterhaltenen Griechenlands und vor allem die hervorragende Akustik versetzt Sie ins Staunen. Man sagt, dass Geflüster bis auf den obersten der 55 Ränge gehört werden kann. Probieren Sie es doch einmal selbst aus!

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