Iguaçu Nationalpark

Spektakuläre Wasserfälle soweit das Auge reicht!

Der brasilianische Iguaçu Nationalpark und der Iguazú Nationalpark in Argentinien stehen sich direkt gegenüber. Seit dem Jahr 1986 gehört auch der Iguaçu zum UNESCO-Weltnaturerbe und liegt im fast südlichsten Zipfel Brasiliens – also dort, wo das Klima schon deutlich Jahreszeiten aufweist. Der gleichnamige Iguaçu-Fluss donnert an genau dieser Zweiländer-Grenze aus einer Höhe von 64 bis 82 Metern über viele Fallstufen in 275 Wasserfällen in die Tiefe. Mit einem Abgrund von 3 km Breite ist er der breiteste Wasserfall weltweit. Der Eintritt kostet für Erwachsene (Nicht-Einheimische) zwischen R$55 und R$70, etwa 12 bis 16 Euro.

Geschichte des Nationalparks

Jahrtausende lang waren die Wasserfälle eine heilige Begräbnisstätte für die Ethnien der Tupi-Guarani und Paraguas, ehe sie durch den weißen Mann "entdeckt" wurden. 1541 stieß der Spanier Don Alvaro Nuñez auf seinem Weg von Santa Catarina entlang der Küste nach Asunción durch Zufall auf dieses Naturwunder. Er war der erste Weiße, der nach Iguaçu kam. Von ihm erhielten die Wasserfälle den Namen "Saltos de Santa Maria". Später änderte man die Bezeichnung; übersetzt bedeutet der Name "Iguaçu" so viel wie "großes Wasser".

Unterschiede zwischen beiden Seiten

Die größere Anzahl der einzelnen Wasserfälle liegt in Argentinien; daher bietet sich der schönere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus an. Aber auch ein Besuch auf argentinischer Seite zeigt einen interessanten Blickwinkel, da man hier mit einer Bootsafari ganz nah an die herabstürzenden Wassermassen herankommt.

Insgesamt gibt es mehrere Wege und lange Holzstege zu Aussichtsplattformen in diesem Gebiet: einen oberen Rundgang (circa 50 Minuten), einen unteren Rundgang (circa 1 Stunde) und einen Weg zur Insel "San Martin"; eine der vielen Inseln, die die Fälle voneinander trennen. Auf Rundwegen kann man außerdem den Regenwald erkunden, ebenso wie auf den sogenannten Jungle-Bootsafaris.

Landschaft und Tiere

Die grüne Pracht des subtropischen Regenwaldes umgibt den Iguaçu und die zu ihm hinführenden Flussläufe. Außer einer Vegetation mit über 2.000 Pflanzenarten bietet die Region eine reichhaltige Fauna mit vielen vom Aussterben bedrohten Vogelarten, unter anderem dem Tukan; aber auch Affen, Nasenbären, Wasserschweine, Wildschweine und sogar frei lebende Jaguare sind hier anzutreffen.

Allerdings hat der Mensch selbst hier schon das ökologische Gleichgewicht ins Wanken gebracht. Mit dem Bau des größten Wasserkraftwerks überhaupt, dem Itaipú, haben sich die natürlichen Bedingungen für Mensch und Tier stark verändert.

Beste Reisezeit

Am meisten besucht wird der Iguaçu Nationalpark von Ende November bis Mitte März, da von Dezember bis Februar die Wasserstände am höchsten und beeindruckendsten sind. Allerdings sind dann Wege und Stege auch oft überfüllt. Die ideale Reisezeit für den Park liegt daher danach: von Ende März bis Anfang Juni, wenn der Park weniger überfüllt ist und noch keine Regenzeit herrscht. Montag und Dienstag wird das Zuflusswasser oberhalb angestaut und die Fälle sind weniger mit Wasser gefüllt.

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