Schutzgebiet Pantanal

Einer der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Welt

Das Biosphärenreservat Pantanal, portugiesisch für "Sumpf", ist eine riesige brasilianische Schwemmebene an der Grenze zu Bolivien und zählt zu den größten Binnenland-Feuchtgebieten der Welt. Für seine Jaguar-Safaris ist der Pantanal besonders berühmt. Eine riesige, dichte Artenvielfalt und ein verzweigtes Kanalsystem aus Flüssen, Salz- und Süßwasserseen und seichte Lagunen bringen Reisende in eine unwirkliche, naturbelassene, üppig grüne Feuchtlandschaft. Von Lodge-Safari, über klassische Fußsafari bis hin zur Erkundung vom Wasser aus per Flotte bis hin zur Reitsafari gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Pantanal-Bewohnern und der Vegetation auf die Spur zu kommen.

Der Pantanal ist außerdem unter Naturschutz und ist seit 2000 zum Welterbe durch UNESCO erklärt worden.

Landschaft und Natur

Drei Ökozonen herrschen im Pantanal: Im Süden herrscht der "Chaco" vor, ein trockener Wald, im Osten die Savanne und im Norden der Dschungel des Amazonas. Landschaftlich wird das Gebiet von Sümpfen geprägt, je nach Regen- oder Trockenzeit von überschwemmten Gras- und Waldlandschaften sowie von verschiedenen Waldarten wie Galeriewälder. Diese Vegetationsmischung macht das Pantanal zu einem derart reichhaltigen, vielfältigen Tierreservat.

Tierwelt

Durch die angeschwemmten Nährstoffe aus den Flussläufen des Río Paraguay entsteht das einmalige, artenreiche Wildleben im Pantanal. Río Paraguays Zuflüsse stauen sich gewaltig zur jährlichen Regenzeit von November bis März und sorgen so für eine flächendeckende Überschwemmung. Das ständige Steigen und Sinken der Wasserhöhe sind die Besonderheit, welche Tierarten das Überleben sichert.

Am weitesten verbreitet sind Gruppen von Pantanal-Hirschen, Jaguaren, Wasserschweinen, Fischottern, dem Grau- und Weißreiher, Krokodile, Anakonda und Brillenkaimanen, das Riesennagetier Capybara, dem Jabiru-Storch, der auch das Wappentier des Pantanals ist, und den bis zu 444 Vogelarten mit dem größten Vorkommen an Hyazinth-Aras sowie gewaltige Fischpopulationen mit vielen Piranhas und Riesenwelse.

Wetter und Reisezeit

Die Monate Mai bis September haben sich als ideale Reisezeit für das Pantanal bewährt, obwohl ganzjährig eine Tagestemperatur von 24 °C herrscht. Es ist dann trocken, nicht zu heiß, nachts kann es sogar recht kühl werden und es fehlt die heiße Schwüle, die man aus Amazonien kennt. Ganz zum Ende der Trockenzeit gibt es nur noch wenige Wasserstellen, die sich jedoch ideal für eine konzentrierte Tierbeobachtung eignen.

Ab etwa November bis April herrscht im Pantanal Regenzeit, mit jedoch weniger heftigen Regenschauern im Vergleich zum Amazonas-Gebiet. Im Norden bildet sich zu dieser Zeit eine große Flutwelle, die im Laufe der folgenden sechs Monate nach Süden rollt und nur Inseln und höher gelegene Wälder stehen lässt. Obwohl zu dieser Zeit dann schon Trockenzeit herrscht, sind große Teile des Parks noch überschwemmt, während von oben wieder die Sonne scheint.

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