Sucre

Die weiße Kolonialpracht

Die Stadt Sucre hat weiß getünchte Häuserfassaden und die entspannte Atmosphäre in den Gassen lädt zum Verweilen ein. Sie liegt im Hochland auf einer Höhe von 2.790 Metern und dort herrscht ein warmes freundliches Klima. Außerdem gilt sie als schönste Stadt Boliviens und ebenso als besterhaltene Kolonialstadt Südamerikas. Sie wurde 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sucre ist zwar auch noch die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens, aber mehr als das Oberste Gerichtshof ist hier nicht mehr zu finden. Alles andere wird von La Paz aus geregelt. Die Einwohner der Stadt legen viel Wert darauf, dass die Stadt das Herz des Landes ist. Dieser Stolz stammt aus der Geschichte Boliviens.

Geschichte der Stadt

Die Gründung von Sucre erfolgte im Jahr 1538 durch Pedro Anzurez Marques de Campo Redondo. Damals hieß die Stadt mit vollem Namen "Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo", wurde jedoch auch kurz "La Plata", "Charcas" oder "Chuquisaca" genannt.

Als Bolivien 1825 von Spanien unabhängig wurde, wurde die weiße Stadt zur Hauptstadt und nach dem Unabhängigkeitskämpfer und erstem Präsidenten Mariscal António José de Sucre benannt. Dieser Ruhm währte jedoch nicht lange.

Als die Silbervorräte in der nahe gelegenen Minenstadt Potosí erschöpft waren, rückte auch Sucre immer mehr ins Abseits und schließlich wurde 1898 das zentraler gelegene La Paz zum neuen Regierungssitz auserkoren. Als Standort des Obersten Gerichtshof von Bolivien darf sich Sucre jedoch nach wie vor offizielle Hauptstadt Boliviens nennen.

Sehenswürdigkeiten

Wie in vielen anderen Städten findet am zentralen Plaza das Leben statt und die Prachtbauten reihen sich aneinander. Der zentrale Plaza trägt den Namen "Plaza 25 de Mayo". Mit vielen Restaurants und Cafés sowie Schatten spendenden Bäumen ist dieser Plaza einer der schönsten Plätze Südamerikas und idealer Ausgangspunkt für Sightseeing in Sucre. Rund um den mit Bäumen und Blumenbeeten idyllisch begrünten Platz laden Souvenirläden zum Schmökern und gemütliche Restaurants und Cafés zum Verweilen ein.

⁣⁣⁣Der Plaza wird von der pompösen Kathedrale von Sucre, dem geschichtsträchtigen Casa de la Libertad, in dem die Unabhängigkeitserklärung Boliviens unterzeichnet wurde, dem aufwendig gestalteten Regierungspalast und dem Museo del Tesoro, welches einige der wertvollsten Juwelen Lateinamerikas präsentiert, umringt, wodurch er zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sucre zählt.

Das malerische Kloster San Felipe de Neri, nur ein Block südwestlich von der Kathedrale, stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und bietet den wohl schönsten Blick über Sucre. Zwischen den weißen Glockentürmen auf der Panoramaterrasse entstehen atemberaubende Urlaubsfotos.

Noch einen Block südlich vom Kloster San Felipe de Neri liegt mit der schneeweißen Iglesia La Merced eine der wundervollsten Barockkirchen von Sucre, die noch dazu den wohl schönsten Altarraum der Stadt beherbergt.

Zum Museo Colonial Charcas führt die Bolivar Straße von der Iglesia La Merced, die von der Calle Azurduy nach links abzweigt. Das Museum gliedert sich in die Bereiche Anthropologie, Kolonialzeit und Kunst und präsentiert Boliviens Kunst- und Menschheitsgeschichte anhand vielschichtiger Exponate von Gemälden über Trachten bis Mumien.

Nördlich des Plaza 25 de Mayo liegt die Iglesia San Francisco, einen Block hinter dem Museo del Tesoro an der Calle Aniceto Arce. Die barocke Basilika stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1925 neu geweiht. Ihre "Glocke der Freiheit" rief 1825 zur Revolution in Bolivien.

Gleich neben der Basilica San Francisco liegt mit dem Mercado Central der größte Bauernmarkt von Sucre. Hier gibt es Gewürze, Kräuter, Fleisch, Brot, Gemüse und Obst in hervorragender Qualität zu Spottpreisen. Die Restaurants im obersten Stock bieten regionale Küche an, im mittleren Stockwerk sind neben hausgemachtem Käse und exotischen Produkten auch frisch geschnittene Blumen zu finden. Das Erdgeschoss gehört den Fleischhackern und den sogenannten "jugo ladies", die neben frisch gepressten Fruchtsäften und köstlichen Obstsalaten auch Hamburger, Sandwiches und Chicken-Wings mit Pommes anbieten.

Der Corte Suprema de Justicia von Bolivien wurde am 16. Juli vom ersten Präsidenten Boliviens, Mariscal António José de Sucre, gegründet. Gemeinsam mit dem Casa de la Libertad ist der neoklassizistische Prachtbau direkt am Parque Bolivar der wohl geschichtsträchtigste Ort der Stadt.

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