La Semana Santa Ostern in Mittelamerika

Ostern in Mittelamerika

Die Ostereiersuche und Zeit der Schokoladen-Osterhasen hat begonnen – doch nicht in den Ländern Mittelamerikas. Ostern in Mittelamerika verläuft anders als bei uns in Deutschland und wird groß gefeiert, meist ganz ohne Osterhasen und bunte Eier. Wie „La Semana Santa“, die Karwoche, in Guatemala und Mexiko zelebriert wird, hat das Team von Sprachcaffe Reisen hier für Sie zusammengestellt.

Ostern in Guatemala

In Antigua, Guatemala findet das wohl größte Osterfest Mittelamerikas statt. Bunte Blütenteppiche und feierliche Prozessionen ziehen tausende Guatemalteken und Touristen aus der ganzen Welt in die alte Hauptstadt Guatemalas. Gründonnerstag und der Karfreitag sind hier die wichtigsten Ostertage. In der Nacht auf Freitag schmücken die Bewohner die Straßen mühevoll mit bunten Blütenteppichen, den sogenannten „Alfombras“. Mithilfe von Schablonen werden bunt gefärbte Sägespäne, Blüten und Blätter zu bunten, meist kirchlichen Mustern geformt, was oft 6 bis 12 Stunden dauern kann.

Karfreitag finden dann die wichtigsten Prozessionen statt, bei denen in lilafarbenen Kutten gekleidete Männer Gestelle mit Szenen von Jesus, Maria oder Engeln und die Frauen Marienstatuen durch die Straßen tragen. Die Prozessionen führen durch die Blütenteppiche hindurch, sodass die schönen Bildnisse zerstört werden, was jedoch ein Zeichen der Vergänglichkeit sein soll.

Ostern in Mexiko

Ostern dauert in Mexiko fast ganze zwei Wochen. Nach der „Semana Santa“ folgt noch „Pascua“ von Ostersonntag bis zum folgenden Samstag. Die Mexikaner feiern Ostern ausgelassen mit viel Musik und Tanz.

An Karmittwoch findet eine Mitternachtsmesse statt, „los maitines de las tinieblas“, bei der zu Beginn 15 Kerzen auf dem Altar leuchten, nach und nach jedoch immer eine gelöscht wird, sodass am Ende nur noch eine Kerze brennt. Diese soll Jesu darstellen, nachdem er von seinen Jüngern verlassen alleine im Dunkeln steht.

An Gründonnerstag werden traditionell sieben Kirchen besucht, um für seine Sünden zu beten. Der Marsch von Kirche zu Kirche wird oft zu einem großen Familienfest, denn vor jeder Kirche gibt es leckere Spezialitäten zu kaufen.

Karfreitag beginnen die Passionsspiele, bei der in verschiedenen Aufführungen die Etappen Jesu von seinem Leidensweg bis zur Auferstehung gezeigt werden. Das beliebteste Passionsspiel findet in Iztapalapa statt, einem Stadtteil im Osten von Mexiko-Stadt. Die beeindruckende Vorstellung der Kreuzigung auf dem Sternenhügel "Cerro de la Estrella" zieht ein Millionenpublikum an.

Die „Verbrennung“ des Judas findet an Karsamstag statt. In den meisten Gemeinden werden Pappfiguren mit Knallkörpern über die Straßen gehangen. Wenn die Puppen explodieren, fallen auch ein paar Kleinigkeiten für die Kinder herunter, die darunter schon darauf warten.

Ostersonntag beginnt nach den letzten Passionsspielen die Fiesta. Unter bunten Krepp-Girlanden feiern die Mexikaner bei Musik, Tanz und Leckereien auf den Straßen die Wiederauferstehung Jesu.

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