Mezcal – Mexikanischer Alkohol mit Wurm

mexikanischer Tequila

Zu einem Mexiko-Urlaub gehört natürlich auch das Probieren des typischen Mezcals oder Tequilas. Über die berühmte mexikanische Spirituose gibt es viele Irrtümer, stimmt es zum Beispiel, dass ein Wurm in jeder Mezcal-Flasche zu finden ist? Und sind Mezcal und Tequila nicht dasselbe? Wir gehen diesen Irrtümern auf den Grund und erklären, was Mezcal tatsächlich ist.

Was ist Mezcal?

Mezcal ist ein mexikanischer Schnaps und wird aus dem Innern von Agaven gewonnen. Der Name Mezcal kommt aus der Sprache der Azteken und bedeutet „gekochte Agave“. Er darf aus 23 verschiedenen Agavenarten destilliert werden, jede mit einem anderen Geschmack, weshalb es viele verschiedene Mezcal-Sorten gibt. Besonders ist, dass er bis heute hauptsächlich handwerklich in Familienbetrieben hergestellt wird, bei denen die Agaven oft noch in Öfen unter der Erde erhitzt werden. Dadurch schmeckt er sehr fein und sollte nicht einfach heruntergekippt, sondern genossen werden.

Unterschied zwischen Mezcal und Tequila

Jeder Tequila ist auch ein Mezcal, allerdings ist nicht jeder Mezcal gleichzeitig ein Tequila. Wie bereits erwähnt darf Mezcal aus verschiedenen Agavenarten hergestellt werden, Tequila jedoch nur aus einer einzigen, der Agave Tequilana oder auch Blauen Agave. Diese wird im Bundesstaat Jalisco, der Heimat des Tequilas, angebaut, wo fast schon eine Monokultur dieser Agavenart entstanden ist. Der Mezcal hingegen wird hauptsächlich im Bundesstaat Oaxaca produziert, die Herstellung ist jedoch noch in 6 weiteren Bundesstaaten erlaubt. Ein weiterer Unterschied ist, dass Tequila oft nur zu 51 % aus Agave besteht, hinzu kommen Fremdzucker, meist aus dem Zuckerrohr. Neben den sogenannten "mixtos" gibt es aber auch Tequila mit 100% Agave. Der Mezcal besteht dagegen immer zu 100 % aus Agave. Ebenso wird Tequila meist industriell produziert, nicht wie der andere Mezcal von kleinen Familienbetrieben. Hinzu kommen noch einige weitere Unterschiede, wodurch sich sagen lässt, dass Mezcal und Tequila nicht dasselbe sind.

Herstellungsprozess

Die Agavenpflanzen werden geerntet, bevor sie zum ersten und einzigen Mal in ihrem Leben blühen, was nach circa 8 bis 15 Jahren der Fall ist. Die Blätter und die Wurzel der Pflanzen werden weggeschnitten, sodass nur noch das Herz übrig bleibt, die sogenannte piña, auf Spanisch Ananas, da es einer übergroßen Ananas ähnelt. Die piñas werden anschließend für 3 - 5 Tage mit Hilfe von Dampf in einem Erdloch zwischen brennendem Holz und Steinen gegart. Mit Hilfe eines Mühlsteins werden die Herzen danach zermalmt und die daraus entstandene Paste wird in Fässern oder Becken fermentiert. Nach dieser 1 – 3 Wochen langen Gärung wird der Mezcal zwei Mal destilliert und schließlich für mindestens 2 Monate bis mehrere Jahre gelagert. Daraus entstehen je nach Dauer der Lagerung der helle Mezcal Joven, der karamellfarbige Mezcal Reposado oder der dunkel-karamellfarbige Mezcal Añejo.

Die Sache mit dem Wurm

Was hat es nun mit dem Wurm im Mezcal auf sich? Der sogenannte Wurm ist eigentlich gar kein Wurm, sondern eine Schmetterlingsraupe. Diese ist in manchen Mezcal-Flaschen zu finden, hat aber keinen wirklichen Sinn, sondern ist lediglich ein Marketing-Gag.

Aber mit oder ohne Wurm – der Mezcal ist ein absoluter Genuss, den Sie auf jeden Fall bei Ihrem nächsten Mexiko-Urlaub probieren sollten!

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