Südamerikas artenreiche Tierwelt

Peru Tiere Kultur
Paracas Tiere

Hast du schon einmal ein Beerenballspiel der Tukane gesehen? Oder wusstest du, dass Faultiere bis zu 20 Stunden am Tag schlafen? Dann wird es Zeit, Südamerikas Tierwelt zu entdecken! Denn hier kann man Tierarten sehen, die es nirgendwo sonst gibt. Über 50 Millionen Jahre war Südamerika von jeglichen Nachbarkontinenten durch eine riesige Wassermenge abgegrenzt. Dadurch konnten sich die dort lebenden Tiere eigenständig entwickeln und einzigartige Arten bilden. Wo du die coolsten Tiere Südamerikas sehen kannst, erfährst du hier!

Grüne Meeresschildkröte im Tortuguero Nationalpark

Kennst du den Film "Findet Nemo?" Dann weißt du ja bestimmt, dass die Grüne Meeresschildkröte Strömungen nutzt, um weite Strecken hinter sich zu legen. So verbringen die jungen Meeresschildkröten ihre ersten 5 Jahre in der Konvergenzzone und surfen durch die Strömungen im tiefen Gewässer.

Die erwachsenen Tiere treiben lieber in Ruhe im flachen Wasser und in Küstennähe. Jedes Jahr kehren die weiblichen Schildkröten an den Strand zurück, an dem sie selbst geboren wurden. Dort legen sie bei Dunkelheit bis zu 100 Eier, die danach mit Sand überdeckt werden. Mit ein bisschen Glück kannst du im Tortuguero Nationalpark in Costa Rica zusehen, wie die vielen frisch geschlüpften Babyschildkröten ins Wasser wuseln und dabei versuchen, den Möwen oder Krabben zu entkommen.

Faultiere im Manuel Antonio Nationalpark

In Costa Ricas kleinstem Nationalpark sind die einzigartigen Faultiere zu Hause. Sie verbringen fast ihr ganzes Leben hängend an Bäumen – sie schlafen, essen, paaren sich und gebären dort ihre Jungen. Mit seinen langen Krallen kann ein Faultier sich perfekt an einem Ast befestigen und dort bis zu 20 Stunden am Tag schlafen. Seien wir mal ehrlich, manchmal ist das Faultier echt zu beneiden. Seine zusätzlichen Halswirbel ermöglichen dem Faultiere seinen Kopf bis zu 270 Grad zu drehen und somit, ganz ohne sich zu bewegen, Blätter von den Bäumen zu pflücken. Das Fell des Faultiers bietet einen kuscheligen Ort für jegliche Insektenarten, die sich dort einnisten. Das Tier bewegt sich so langsam, dass sich sogar Algen im Fell Platz schaffen, wovon das Faultier eine grünliche Farbe bekommt.

Tukane im Amazonas

Im brasilianischen Amazonas werden täglich Ballspiele ausgetragen. Bei der Suche auf Nahrung ziehen die verspielten Tukane in kleinen Gruppen und mit lautem Geschrei los und beschmeißen sich dabei gegenseitig mit Beeren. Diese können sie so gezielt mit ihrem großen Schnabel jonglieren, dass bei diesen Balancierkünsten vermutlich sogar Neymar oder Ronaldinho neidisch würden werden. Dabei hüpfen sie vergnügt durch den Regenwald, denn ihre kleinen Federn sind nicht besonders gut zum Fliegen geeignet. Zeuge von diesem Spektakel kannst du bei einer Reise nach Bonito oder Pantanal werden.

Da sie mit ihrem abgerundeten Schnabel keine Löcher in das Holz hacken können, hausen sie in natürlichen Baumhöhlen; oftmals zusammen mit dem Partner, denn ein Tukan-Paar bleibt für ein Leben lang zusammen. Beim Schlafen rollt sich der Tukan zu einer Kugel und ist somit perfekt vor Feinden geschützt.

Mähnenrobben in Tierra del Fuego

Bei einer Reise in die südlichste Region Argentiniens ist es fast unmöglich, nicht auf eine Horde Seelöwen zu stoßen, die genüsslich an den felsigen Küsten liegen und das Mittagessen verdauen. Obwohl man sie meist eher beim "Relaxen" sieht, können die Tiere auch bis zu 9600 km am Stück schwimmen. Mit ihrem Gebrüll und Gebelle gelten die argentinischen Seelöwen nicht als die lautlosesten Tiere der Welt. Sie sind besonders intelligent und verspielt. Doch wenn man sie provoziert, können Sie auch aggressiv werden. Oftmals tragen die Männchen blutige Machtkämpfe aus.

Wo die Mähnenrobben zu Hause sind, kann man auch häufig eine schwarze Rückenflosse aus dem Wasser ragen sehen. Die Schwertwale befinden sich in Küstennähe während zwei bestimmten Momenten, entweder ist es Wellness- oder Fütterungszeit. Bei dem Wellnessgang reiben sich die Wale an Kieselsteinen im seichten Wasser und genießen dabei die massierende Wirkung. Wenn Sie allerdings Hunger bekommen, sollten die Seelöwen schnell das Weite suchen, denn sie gehören zu den Lieblingsspeisen der Killerwale. Hierbei nehmen die Wale viel Anlauf und mit einer schnellen Bewegung  stranden sie sich selbst, in der Hoffnung auf einen Happen in der Brandung. Mit einer trainierten Rutschbewegung begeben sie sich dann wieder zurück ins Meer.

Das Alpaka in den Anden

Das Alpaka wird hauptsächlich als Nutztier in den Anden gezüchtet. In Peru sind 80 % aller weltweiten Alpakas vertreten. Seine weiche Wolle wärmt bei dem Gebirgsklima besonders gut und man möchte am liebsten seine Hand in das flauschige Fell legen. Dabei sollte man aber gut aufpassen, denn wenn man den Alpakas zu nah kommt, können sie mit einer hohen Treffsicherheit spucken.

Anders als ihre Artenverwandten, die Kamele, haben die Alpakas keinen Höcker. Dafür sind der lange Hals und der kleine Kopf ihre Markenzeichen. Das Fell der Tiere kann in verschiedensten Farben erscheinen - braun, schwarz oder manchmal sogar fuchsfarbig. Die meisten Alpakas kannst du im hohen Gebirge in Peru zum Beispiel bei einer Wanderung zum Machu Picchu sehen. Mit ihrem weichen Sohlenpolster können sie perfekt jeden steilen Weg meistern.

 

Du möchtest Südamerikas Artenvielfalt live erleben? Schaue doch in unserem Südamerika Reiseangebot vorbei.

Erlebe Kuba

Eine Kubareise bedeutet so viel mehr als Havanna, Cuba Libre, Fidel Castro oder Varadero. Salsa, puderfeine Sandstrände mit kristallklarem Wasser, ursprüngliche Natur und aufgeschlossene freundliche Menschen.

Mehr erfahren