Chiloé

Insel voller Mythen und Traditionen

Die zweitgrößte Insel Chiles, Isla Grande de Chiloé, ist mit einer kurzen Fährfahrt von Norden her erreichbar und eröffnet einem schon bei der Fährfahrt die Möglichkeit Tiere, wie kleine, schwarz-weiß gezeichnete Peales-Delphine, Pinguine und Robben, zu beobachten. An der Insel angekommen wird auch schnell klar, dass die Landschaft an die Schweiz erinnert; allerdings viel verwilderter, wodurch sie für Naturliebhaber ein absoluter Traumort ist. Das Highlight für die meisten Besucher ist die ungeschliffene, raue Natur und deren immense Artenvielfalt. Zwischen einem Netz kleiner Seen und Flüsse im Landesinneren, die sich durch die sattgrüne Landschaft ziehen, werden Ihnen besonders tolle Tier- und Landschaftsaufnahmen gelingen. Auf der Insel finden sich 150 Kirchen aus Holz, von denen 16 seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Für den Bau der Kirchen wurde größtenteils Zypressenholz verwendet. Die europäische Architektur trifft auf lokale Baumaterialien, die eine außergewöhnliche Kombination erschaffen.

Die Stadt Ancud, die Inselhauptstadt Castro und weitere sehenswerte Städte

Die kleine Stadt lockt Besucher mit ihrer vielleicht einzigen, echten Sehenswürdigkeit, der Kirche "San Francisco de Ancud", eine der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Stabkirchen, in der auch ein interessantes Museum untergebracht ist. Doch auch die bunten Häuser in der Hafenstadt, der Hafen selbst, in dem Krebse von kleinen Kuttern abgeladen werden, ein Gang über den Markt und der zentrale Dorfplatz sind einen Besuch in der Stadt wert. Auch für die in Mythen interessierten gibt es ein Regionalmuseum, in welchem man die Geschichte, Mythologie und das Kunsthandwerk der Gegend sowie ihre indigene Vergangenheit kennenlernen kann. Schließlich ist auch noch die Festung San Antonio, von der aus Sie den Hafen überblicken können, ein wunderbarer Ort und auch die lokale Küche ist mit ihrer auf das Meer bezogenen Gerichten definitiv lohnenswert.

1553 landeten erstmals die Spanier auf der Insel und nahmen Kontakt mit den einheimischen Indios auf. Daraufhin wurde 1567 die heutige Hauptstadt Castro von Kapitän Martin Ruiz de Gamboa gegründet. Dann, 1608, kamen die Jesuiten nach Chiloé und errichteten vier Jahre später die erste Kirche auf dem Eiland. Zu Lebzeiten starteten sie eine Missionierungskampagne unter den ansässigen Huiliches, die anschließend von den Franziskanern fortgesetzt wurde. Der Großteil der Holzkirchen wurde im 17. und 18. Jahrhundert erbaut und die Außenwände wurden von kunstvoll verzierten farbigen Holzschindel bedeckt. Außerdem waren die Innenräume zum Teil sehr farbenprächtig bemalt und ausgestaltet.

Heutzutage ist die Inselhauptstadt durch ihr typisch chilotisches Postkartenmotiv bekannt, welches die bunten Häuser auf ihren Stelzen an der Uferpromenade darstellt. Fischrestaurants, Kunsthandwerksläden, der Kunsthandwerkermarkt, das Museum für zeitgenössische Kunst Chiloés und auch vor allem die Kirche "San Francisco de Castro", einer der Weltkulturerbekirchen, sind weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auch ausrangierte Eisenbahnen und Waggons der chilotischen Eisenbahn sind dort zu bestaunen, wobei sie nach dem schweren Erdbeben von 1960 ein Relikt der vergangenen Tage sind.

Das kleine Fischerdorf Cucao in der Region Chonchi, mit seiner zum Weltkulturerbe zählende Kirche "San Carlos de Borroneo" und auch den Museen "Museo Viviente de las Tradiciones Chonchinas" und das chilotische Akkordeonmuseum ist einen Besuch wert.

Schließlich gibt es hier auch noch die sehenswerte Stadt Dalcahue. Hier gibt es die Kirche "Nuestra Señora de Los Dolores", die 1849 errichtet wurde und heute eine von 16 chilotischen Kirchen ist, die zum Weltkulturerbe zählen, und das Museum "Museo Histórico Etnográfico", das über die Geschichte der Ureinwohner erzählt.

Nationalpark Chiloé

⁣⁣⁣⁣Inmitten der Insel Chiloé gibt es einen Ort, der seine Besucher mit seiner malerischen Schönheit verzaubert. Eindrucksvolle Hügel, die mehr als 800 Meter Höhe erreichen können, und viele Flüsse und Seen, die von Wäldern umgeben sind, sind im Nationalpark Chiloé zu bestaunen. Dieser hat eine Fläche von 340 Quadratkilometern. Der Nationalpark ist außerdem in drei Gebiete unterteilt, wobei diese Gebiete Chepu, Anay und die Insel Matealqui, welche den größten Teil des Nationalparks ausmacht, sind. Aber auch weitere Strände und Gemeinden der Huiliches mit ihren altertümlichen Bräuchen sind ebenfalls dort zu finden. Mit einem Pferd oder auch zu Fuß können Sie auf den Wanderwegen die Gegend erkunden oder Sie können auch mit einem Kajak die Gewässer des Südens genießen.

Eine fantastische Vielfalt an Tieren und Pflanzen können einen perfekten Lebensraum in diesem Park finden. Auf der Insel gibt es zum Beispiel 300 verschiedene Kartoffelsorten. Im Park befindet sich auch eine Vielzahl der schon anfangs genannten 150 Holzkirchen. Chiles Sommer, von Dezember bis März, ist der ideale Zeitpunkt für einen Besuch, da man die Insel im moderaten Klima mit dem Boot erkunden kann und im Februar findet auch das Castro-Volksfest statt. Wenn man Glück hat, kann man auch Pinguine beim Nisten beobachten oder deren Jungtiere durch die Landschaft watscheln sehen.

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